Der erfolgreiche Auftritt des ersten Tages schien die beiden Fahrer des Truck Race Team Allgäuer am Sonntag zu beflügeln. Obwohl sich die Verhältnisse über Nacht gravierend verändert hatten – ein atlantisches Tief sorgte für tiefe Wolken und jede Menge Regen den ganzen Tag über – waren Alex Lvov und Adam Lacko schon im Warm up engagiert unterwegs. Im Qualifying, das wegen der regennassen Piste mit einem ungewöhnlichen Ergebnis endete (unter anderem kamen Jochen Hahn und Uwe Nittel nicht über die erste Runde hinaus), schaffte das Duo wiederum mühelos den Einzug in die Top Ten. In der Runde um die Superpole bewies Adam Lacko auf dem schwierigen Untergrund, dass er auch im Regen gut zurecht kommt und fuhr die viertschnellste Rundenzeit. Alexander Lvov folgte ihm diesmal nicht im Formationsflug, der Russe musste von Platz sechs aus starten, also aus der dritten Reihe.
Beim Start verbesserte sich Lvov zunächst auf Platz drei, Adam fiel um eine Position auf Fünf zurück. Die beiden gelben MAN mussten sich in diesem Lauf gegen den amtierenden Champion Vrsecky und Markus Bösiger behaupten. Am Ende des munteren 12-Runden-Rennens mit zahlreichen Überholmanövern rangierte Adam an fünfter und Alex an vierter Position.
Im abschließenden Rennen dieses Wochenendes gelang Alex Lvov ein perfekter Start, mit dem er sich auf Platz drei vorarbeitete, Adam folgte zunächst als Fünfter. Kurz darauf fiel Chris Levett nach einer Rangelei mit Uwe Nittel, der von der Pole Position aus ins Rennen gegangen war, zurück. Der Deutsche wiederum rauschte kurz nach Beginn der zweiten Runde durchs Kiesbett am Ende der Start-Zielgeraden, wodurch die beiden Allgäuer-Trucks die Führung übernahmen. Aber wie schon im Rennen davor sollte sich schnell zeigen, dass die beiden Renault-Trucks im Regen über eine sensationelle Performance verfügen. Adam Lacko gelang das Kunststück, sich nur von den MKR-Renault überholen zu lassen – den Rest des Feldes hatte der Tscheche gut unter Kontrolle. „Nebenbei“ glänzte Lacko mit der besten Rundenzeit aller MAN-Fahrer. Dank dieser ansprechenden Leistung hatte sich Adam den zweiten Stockerlplatz an diesem Wochenende, hinter Markus Bösiger und Markus Oestreich, redlich verdient. Auch Alex Lvov war am Ende mit seiner Leistung zufrieden, er überquerte den Zielstrich als Sechster.
Natürlich hofft das gesamte Team, dass sich die positive Tendenz am kommenden Wochenende fortsetzt. Da treffen sich die Truck Racer zum vorletzten Rennen des Jahres in Le Mans.
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