Immer mehr Frostschäden treten auf
Der frühe Wintereinbruch, sich abwechselnde Kaltfronten und Wärmeperioden setzen heuer den Straßen hart zu. Solche starken Temperaturschwankungen verkraften besonders ältere Straßen schlecht. Durch Risse auf der Fahrbahnoberfläche sickert Wasser zwischen die befestigte Asphalt- oder Betondecke und die darunterliegende lockere Schotterschicht. Friert das Wasser, dehnt es sich aus und hebt die Fahrbahndecke. Steigen die Temperaturen wieder, schmilzt das Eis, und es bleiben Hohlräume unter der Oberfläche zurück, die der andauernden Belastung der darüberfahrenden Fahrzeuge nicht standhalten. Der angegriffene Asphalt bricht auf, und es bildet sich ein Krater.
Welche Bundesländer sind besonders betroffen?
Besonders schlimm ist die Situation in Wien. Mit 20.000 Schlaglöchern verzeichnete man im Dezember beinahe doppelt so viele wie im Dezember 2009. Im Jänner kamen nochmals 26.0000 Frostschäden dazu.
Auch in der Steiermark zeigt sich ein ähnliches Bild. Besonders die Süd- und Oststeiermark, wo viele Straßen bereits vor dem Winter in einem schlechten Zustand waren, verschlimmert sich die Situation.
Die Stadt Salzburg verzeichnet 30-40% mehr Frostaufbrüche als im Vorjahr, auch auf der Tauern Autobahn (A10) wurden massiv Fahrbahnschäden ausgebessert.
Der wechselhafte Dezember hat auch dem Straßennetz in Oberösterreich zugesetzt, seither sorgen mildere Temperaturen für Entspannung.
In Tirol, Vorarlberg, Kärnten, Niederösterreich und dem Burgenland dürfte das Straßennetz nicht stärker als in den Jahren davor in Mitleidenschaft gezogen worden sein.
Für eine endgültige Bilanz ist es aber noch zu früh: Erst wenn die Temperaturen über einen längeren Zeitraum hinweg höher sind, zeigt sich das volle Ausmaß. Und erst dann kann mit dauerhaften Sanierungen begonnen werden. Derzeit werden die Löcher nur provisorisch mit Kaltmischgut geflickt.
Schlaglöcher melden
In Wien und Niederösterreich können Autofahrer Schlaglöcher den zuständigen Stellen direkt melden:
Wien: Magistratsabteilung 28 (Straßenverwaltung und Straßenbau), 1170 Wien, Lienfeldergasse 96 Telefon: 01 / 4000 / 49600 E-Mail: post-aufinfo@ma28.wien.gv.at
\“Schlagloch-Hotline\” des niederösterreichischen Straßendienstes: 02742/9005-60266
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