Das Ziel des Projekts besteht darin, das Fahrerverhalten in verschiedenen Verkehrssituationen zu studieren und zu untersuchen, wie dieses Verhalten durch die Sicherheitssysteme an Bord des Lkw unterstützt wird.
EuroFOT (European Field Operational Test) ist ein EU-Projekt, das 28 europäische Unternehmen und Organisationen zusammenführt. Ziel des Projekts ist es, Informationen darüber zu sammeln, wie Lkw-Fahrer sich in verschiedenen
Verkehrssituationen im täglichen Arbeitsablauf verhalten, und zu untersuchen, wie sie dabei von den Sicherheitssystemen an Bord des Lkw unterstützt werden. Zu diesem Zweck werden die Fahrer gefilmt und außerdem bestimmte Fahrzeugsignale wie etwa die Geschwindigkeit aufgezeichnet. Insgesamt 30 Volvo Lkw werden von den beiden Speditionsfirmen über einen Zeitraum von einem Jahr in der üblichen Form täglich eingesetzt. Fünf Kameras in jedem Lkw registrieren alles, was in dem und um das Fahrzeug vor sich geht.
„Dieses Projekt ermöglicht es uns, potenziell gefährliche Situationen detailliert zu erfassen. Es bietet uns weiterhin die Möglichkeit, die Vorteile unserer neuen Sicherheitssysteme zur Unfallverhütung auszuwerten und beachtliches Know-how für die Entwicklung neuer Systeme aufzubauen“, so Carl Johan Almqvist, Leiter für Verkehrs- und Produktsicherheit bei Volvo Trucks.
70 Millionen Megabyte sind zu analysieren
Die 30 mit einer Kamera ausgerüsteten Volvo Lkw werden ein Jahr lang insgesamt 70.000 Stunden eingesetzt und erzeugen dabei 70 Millionen Megabyte an Daten. Die Analyse dieser vielen Daten ist fast unmöglich.
Daher ist das Auswertungssystem so konfiguriert, dass es durch bestimmte Parameter ausgelöst wird, wie etwa starkes Bremsen, Fahrzeuge, die plötzlich in der unmittelbaren Umgebung auftauchen, unregelmäßige Augenbewegungen oder andere Faktoren, die auf eine veränderte Situation im Verkehr oder im Fahrerhaus hindeuten.
„Durch die Analyse der Augenbewegungen des Fahrers können wir zum Beispiel mehr darüber erfahren, was den Fahrer ablenkt und wie dies die Sicherheit beeinflusst“, erläutert Almqvist.
Ausgerüstet mit neuester Sicherheitstechnik
Die an dem Test beteiligten Lkw sind ausnahmslos mit den aktiven Sicherheitssystemen von Volvo Trucks ausgestattet, etwa mit einer adaptiven Geschwindigkeitsregelung. „Neue Systeme, wie die adaptive Geschwindigkeitsregelung und die Überwachung toter Winkel, erhöhen die Sicherheit für den Fahrer, andere Verkehrsteilnehmer, den Lkw und seine Ladung erheblich. Die im Rahmen von euroFOT gesammelten Informationen
geben uns eine weitere Möglichkeit, dies unter Beweis zu stellen“, ergänzt Carl Johan Almqvist.
EuroFOT ist eines der Forschungs- und Entwicklungsprojekte für Verkehrssicherheit der EU-Kommission. Maxime Flament von Ertico-ITS Europe ist im Gesamtprojekt für Fahrzeugsicherheit verantwortlich.
„Die heutigen Fahrzeuge sind mit hochentwickelten Sicherheitssystemen ausgestattet, die dem Fahrer ein bestimmtes Wissen abverlangen, um effektiv sein zu können. Ein wichtiger Aspekt des Projekts ist es zu verstehen, wie Fahrer Informationen über neue Sicherheitssysteme erhalten, und sicherzustellen, dass dieser Prozess so effizient wie möglich ist“, erklärt Flament.
Integrierte Sicherheitssysteme an Bord der Volvo Testfahrzeuge:
• ACC (Adaptive Geschwindigkeitsregelung)
Eine Geschwindigkeitsregelanlage mit integriertem Radar, die stets einen
eingestellten zeitlichen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhält.
• LKS (Spurhalteassistent)
System, das den Fahrer warnt, wenn sein Fahrzeug Fahrbahnmarkierungen kreuzt.
• LCS (Spurwechselunterstützung)
System, das den Fahrer beim Wechseln von Fahrspuren unterstützt.
• EBS (Elektronisches Bremssystem)
Elektronisches System, das sicherstellt, dass die Bremssysteme sicher und effektiv
funktionieren.
• ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm)
Elektronisches System zur Verbesserung der Stabilität, das ein Überschlagen des
Fahrzeugs verhindert.
• DAS (Fahrerwarnsystem)
System, das den Fahrer überwacht und ihn bei Ermüdung warnt.
Fünf Videokameras in jedem Lkw
Zur Ausstattung in jedem Lkw gehören ein zentraler Computerprozessor sowie fünf
Videokameras:
1. Eine zeigt nach vorn und filmt die Fahrersicht in Fahrtrichtung.
2. Eine überwacht den toten Winkel des Fahrers auf der Beifahrerseite.
3. Eine filmt den rechten Fuß des Fahrers.
4. Eine ist in der A-Säule angebracht und filmt das Verhalten des Fahrers.
5. Eine ist auf das Gesicht des Fahrers gerichtet und registriert seine Augenbewegungen.
Kärnten: Baustellensaison startet mit zwei Großprojekten - Gegenverkehrsbereiche auf der Süd und der Karawanken Autobahn
Volvo übernimmt die Führung in der Schwergewichtsklasse - Der Volvo FH16 kommt jetzt in einer Version für Schwertransporte mit...
Wechselhaftes Wetter sorgt für Schlaglochrekord - Immer mehr Frostschäden treten auf
Dominanz von Andreade Roberval! - Ein fehlerfreies Rennwochenende absolvierte der Scaniapilot Andreade...
Spannung zum letzten Lauf im Sambaland! - Felipe Giaffone auf VW oder Andreade Roberval auf Scania – einer der beiden...
Jarama - Rennbericht vom Sonntag - Die Truck Race Saison 2010 ist vorbei – und das Finale verlief aus Sicht...