Rund 75 000 Besucher sahen die mehr als 30 historischen Lastwagen, Busse und Traktoren von „MAN auf Achse“ an drei Tagen in München, Augsburg und Nürnberg. Die Nürnberger Veranstaltung eröffnete Bayerns Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, MAN-Vorstandsvorsitzendem Håkan Samuelsson und dem Vorstandsvorsitzenden von MAN Nutzfahrzeuge, Anton Weinmann. Beckstein betonte die Rolle des örtlichen MANMotorenwerks als eine „der ganz großen und ehrwürdigen Nürnberger Firmen“. Auch heute verfolge er die Entwicklung des Unternehmens genau: „Wir sind froh, wenn es MAN gut geht, denn dann werden auch gute Steuern gezahlt.“ Oberbürgermeister Maly verwies darauf, dass die MAN-Geschichte auch ein Stück Stadtgeschichte sei. MAN beweise, dass man auch in Deutschland gut und rentabel produzieren könne.
Zum 250-jährigen Jubiläum ließ MAN die schönsten Nutzfahrzeuge aus einem Jahrhundert auffahren. Dazu gehörten auch Omnibusse der Marken MAN, Büssing und Neoplan, die rund 2 000 Oldtimer-Fans in allen drei Städten auf Rundfahrten mitnahmen. Zu einer ausführlichen Besichtigung standen unter anderem ein Dampftraktor aus dem Jahr 1918 bereit, der erste Diesel-Lkw (1923), historische Löschfahrzeuge, die legendären „Pausbacke“ aus den 60er Jahren und sogar Prototypen, die nie in Serie gegangen sind.
Details der MAN-Geschichte vermittelte das „Mobile MAN-Museum“, ein moderner Show-Truck, der auf 60 Quadratmetern Ausstellungsfläche Exponate und Original-Dokumente zeigte.
In Augsburg, Hauptsitz des Großmotorenherstellers MAN Diesel, waren die Technik-Schmuckstücke auf dem Rathausplatz zu sehen. Historische Busse fuhren im Pendelverkehr Besucher vom Rathausplatz zum MAN Museum, in dem die große Rudolf-Diesel-Ausstellung zu Ehren des 150. Geburtstages des Erfinders des Dieselmotors zu sehen ist.
Auf dem Hauptmarkt in Nürnberg war die Oldtimer-Schau zugleich der offizielle Familientag für die 4 500 Mitarbeiter des Nürnberger MANMotorenwerkes, die mit ihren Angehörigen zu einem Sonntagsausflug auf dem Hauptmarkt und den angrenzenden Plätzen eingeladen werden. Abschluss und Höhepunkt der Oldtimer-Parade war am späten Nachmittag ein Open-Air-Konzert der Country-Band „Texas Lightning“ vor 3 000 Zuhörern. Mit auf der Bühne stand Olli Dittrich, einer der bekanntesten Comedian in Deutschland.
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