Sonntag am Nürburgring

Der zweite Renntag auf dem Nürburgring begann für das Team Allgäuer unerwartet hektisch. Am Motor von Adam Lackos MAN traten bereits im Warm up Probleme auf. Die Ursache konnte in der knappen Zeitspanne bis zum Beginn des Zeittrainings nicht lokalisiert werden. Als es darum ging, die Startreihenfolge auszufahren, verabschiedete sich Lacko beizeiten mit einem spektakulären burn out: Meterhoch schlugen die Flammen aus dem Renntruck des Tschechen, für den der Arbeitstag damit vorläufig zu Ende ging. Den Rest des Qualifyings sowie das erste Rennen konnte Adam nur von der Zuschauertribüne aus verfolgen.

Stress also für die Crew, die sich außerdem ja noch um den Truck von Strietzel Stuck zu kümmern hatte, der für das Duell präpariert werden musste. Allerdings hatte nach dem kapitalen Schaden erst einmal die Reparatur von Lackos Fahrzeug Priorität. Denkbar knapp, fünf Minuten vor dem Start des vierten und letzten Championship Race, wurde die letzte Schraube angezogen. Für einen „ordentlichen“ Start am Ende des Feldes reichte es nicht mehr, Adam musste aus der Boxengasse starten – und dann richtig arbeiten. Bis auf den neunten Platz führte ihn seine Aufholjagd am Ende.

Alexander Lvov beendete das Zeittraining um die Superpole wie schon am Vortag im Mittelfeld. Der Russe wurde mit der siebtschnellsten Runde gestoppt und konnte diese Position auch in den dreizehn Rennrunden verteidigen. Damit war ihm für das letzte Rennen dieses Wochenendes ein Startplatz in der ersten Reihe garantiert. Alexander drückte nach der Einführungsrunde wohl ein wenig zu früh aufs Gaspedal, jedenfalls erkannten die Stewards auf Frühstart und verdonnerten Lvov zu einer Drive Through Strafe in die Boxengasse. Der Platz an der Spitze des Feldes war damit natürlich verloren, im dicht gedrängten Feld der Konkurrenten blieb der Russe dann auf dem elften Rang hängen.

Strietzel Stuck gab sich hinterher als sportlicher Verlierer und erkannte neidlos an, dass Timo Scheiders DTM-Audi doch eine gewaltige Performance hat: Das „Duell“ der beiden Motorsportler konnte der Youngster klar für sich entscheiden, wobei er am Ende die zuvor angekündigten „Zehn Sekunden Vorsprung“ deutlich verknappt hatte. Vielleicht ein Zeichen dafür, dass Urgewalt der Renntrucks den Profi doch ein wenig beeindruckt hatte. Die Zuschauer fühlten sich jedenfalls prächtig unterhalten bei dem Spektakel. Anschließend musste Stuck noch mal in den Renntruck klettern, der zweite Lauf im Mittelrhein Cup stand auf dem Programm. Da gab es in der ersten Kurve nach dem Start ein heftiges Gerangel, das den Routinier von der dritten auf die fünfte Position zurück warf. Die verteidigte Stuck dann eisern bis ins Ziel.

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