\“EuroTAP, der Europäische Tunneltest bleibt am Ball\”, hat der ÖAMTC gemeinsam mit seinen Partnerclubs in ganz Europa im vergangenen Jahr versprochen. Und so liegt jetzt zum zwölften Mal das Ergebnis des aktuellen Tunneltests (26 Tunneln in 13 Ländern) vor. 16 Mal wurde die Note sehr gut vergeben – darunter auch die drei österreichischen Tunnel im Test –, vier Mal gut und zwei Mal ausreichend. \“Der Jubel ist verhalten, denn immerhin drei Tunnel wurden mit einem Bedenklich und ein Tunnel in Island sogar mit einem Mangelhaft eingestuft\”, sagt ÖAMTC-Tunnelexperte Willy Matzke.
Französischer Sieger
Der Sieger des heurigen EuroTAP kommt aus Frankreich: der einzigartige Duplex auf der A 86 bei Paris, 4.530 Meter lang, eröffnet im Jahr 2009. \“Das ist sozusagen ein Doppeldecker, in dem es unten in die eine und oben in die andere Richtung geht\”, beschreibt der ÖAMTC-Tunnelexperte. \“Das geht auf Kosten der Höhe der einzelnen Röhren, nicht aber der Sicherheit.\” Die Tester verzeichneten ausschließlich Pluspunkte. Folgende Besonderheiten sorgen für Sicherheit: Wegen der geringen Höhe von maximal 2,50 Meter ist der Duplex für Lkw und damit auch für Gefahrengut-Transporte gesperrt. \“Das allein macht einen Tunnel schon viel sicherer\”, sagt der ÖAMTC-Experte. Weitere Sicherheitsaspekte sind Tempolimit 70 km/h, Leuchtbänder an beiden Seiten und daher optimale blendfreie Beleuchtung, durchgehende Pannenstreifen und zwar auch auf der linken Fahrbahnseite, wenn dort die Fluchtwege angeordnet sind.
Kreuzenstein Tunnel ist Österreichs Nr. 1
Der bestbewertete Tunnel in Österreich ist aber der erst heuer eröffnete und zum ersten Mal getestete Kreuzenstein Tunnel der neuen S 1 West Umfahrung Wien bei Korneuburg. Er verfügt über einen durchgehenden und 3,50 Meter breiten Pannenstreifen und zahlreiche Notzufahrten für die Feuerwehren. \“Gleich beim Einstieg sehr gut, das ist wirklich erfreulich, weil sich zeigt, dass man aus den Fehlern anderer Tunnel gelernt hat\”, sagt der ÖAMTC-Tunnelexperte.
Isländische Albtraum-Röhre
Der Testverlierer Hvalfjörður auf dem Highway No. 1 bei Akranes in Island zeigt, wie ein Albtraum eines Tunnels aussehen kann. 1998 in Betrieb gegangen, 5.770 Meter lang weist er jede Menge Mängel auf. Nur lückenhaft per Video überwacht, ist die Tunnelleitzentrale auf Meldungen besonderer Ereignisse durch Autofahrer über die weit verstreuten Notrufe oder via Handy angewiesen. Ein automatisches Brandmeldesystem fehlt ebenso, so dass im Brandfall die Aktivierung der Lüftung, die Sperrung des Tunnels und die Alarmierung der Feuerwehr manuell durchgeführt werden müssen. Dabei kann wertvolle Zeit verloren gehen, zumal der lange Anfahrtsweg der Feuerwehr sowie die unzureichende Löschwasserversorgung die Brandbekämpfung erschweren. Die Lüftung kann nicht verhindern, dass Rauch von der Tunneldecke nach unten sinkt – eine potentielle Todesfalle!
Kärnten: Baustellensaison startet mit zwei Großprojekten - Gegenverkehrsbereiche auf der Süd und der Karawanken Autobahn
Volvo übernimmt die Führung in der Schwergewichtsklasse - Der Volvo FH16 kommt jetzt in einer Version für Schwertransporte mit...
Wechselhaftes Wetter sorgt für Schlaglochrekord - Immer mehr Frostschäden treten auf
Dominanz von Andreade Roberval! - Ein fehlerfreies Rennwochenende absolvierte der Scaniapilot Andreade...
Spannung zum letzten Lauf im Sambaland! - Felipe Giaffone auf VW oder Andreade Roberval auf Scania – einer der beiden...
Jarama - Rennbericht vom Sonntag - Die Truck Race Saison 2010 ist vorbei – und das Finale verlief aus Sicht...