LeMans - Rennbericht vom Sonntag

Das Truck Race Team Allgäuer musste auch am zweiten Tag auf der französischen Rennstrecke ohne den erhofften Stockerlplatz auskommen. Schon im Zeittraining zeigte sich, dass es schwer werden würde, in Le Mans bei der Vergabe um die Spitzenplätze zumindest ein Wort mitzureden. Zwar kamen beide Fahrer wieder problemlos in die Ausscheidung um die Top-Ten-Startplätze, doch mit den Rundenzeiten sieben für Adam Lacko und neun für Alexander Lvov lag man etwas hinter den Erwartungen zurück.

Beim Start zum Championshiprennen drei konnte Adam seine Ausgangsposition verteidigen, Alex rutsche um zwei Plätze nach hinten. An der Spitze kämpfte derweil Antonio Albacete mit beiden Renault Trucks um die Meisterschaft, eine vorzeitige Entscheidung im Titelkampf war nach Lage der Dinge durchaus möglich. Wie schon am ersten Tag, musste sich Lacko im weiteren Verlauf des Rennens gegen die Attacken von Anthony Janiec verteidigen. Und zum zweiten Mal spielte der Franzose seine Routine aus, er kennt die Strecke in Le Mans aus zahlreichen nationalen Rennen wie seine Westentasche. Alex gelang es dagegen, sich wieder nach vorne in die Punkteränge zu arbeiten, er wurde schließlich Zehnter.

Ausgerechnet die Paarung Janiec – Lacko stand beim Start zum vierten und letzten Wertungslauf in der ersten Reihe, der tschechische Pilot durfte als Achter des ersten Rennens von der Pole Position aus antreten. Der Franzose im weißen Renault versetzte Adam unmittelbar nach dem Start und übernahm zunächst die Führung. Im Feld fand sich Alex an neunter Position eingekeilt zwischen den beiden Freightlinern des Buggyra-Teams. In der zweiten Runde überholte Jochen Hahn zunächst Lacko und wenig später auch Janiec, der Deutsche sollte das Rennen auch gewinnen.

In der dritten Runde überrollte dann ein eng gestaffelter Expresszug, bestehend aus den beiden Renault-Piloten Markus Oestreich und Markus Bösiger sowie Antonio Albacete, Chris Levett und Uwe Nittel den Fahrer mit der Startnummer 15, der somit auf Platz acht rutschte, während Lvov von David Vrsecky überholt wurde und an zehnter Position rangiert. Drei Runden vor Schluss entschied David Vrsecky das Duell der beiden tschechischen Motorsportler für sich und zog an seinem Landsmann Lacko vorbei. Damit waren die beiden gelben MAN für den Rest der Renndistanz wieder zusammen und überquerte die Ziellinie kurz nacheinander.

Nachdem sich die beiden Fahrer des MKR-Teams einig waren, wurde die Titelentscheidung noch einmal vertagt. Mit einem Vorsprung von 57 Punkten ist Antonio Albacete die Meisterschaft allerdings kaum noch zu nehmen – vier Punkte in vier Rennen zu holen sollte keine unlösbare Aufgabe sein.

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