Giga-Trucks: Für Österreich ungeeignet!

Bergung von Lkw nach Unfall schon heute Problem

Fast täglich kommt es in Österreich zu Unfällen mit Lkw-Beteiligung. Manche mit glimpflichem Ausgang, manche mit tödlichen Folgen, oftmals verbunden mit stundenlangen Straßensperren und einem Großaufgebot an Rettungsmannschaften.

ÖAMTC-Position

\“Bereits jetzt steigern die gebräuchlichen Lkw das Sicherheitsrisiko durch Überladung und Übermüdung der Lenker auf Österreichs Straßen. Das würde sich durch Gigaliner noch dramatisch verstärken\”, sagt Mario Rohracher, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung.

Daher warnt der ÖAMTC eindringlich davor, noch größeren und schwereren Lkw das Fahren in Österreich zu erlauben.

Das heimische sowie der Großteil des europäischen Straßennetzes sind auf die heute üblichen Lkw-Dimensionen ausgelegt. Kurvenradien, Pannenbuchten, Leitschienen, Brücken, Tunnels und Abstellplätze entsprechen nicht den Anforderungen der Gigaliner.

Anpassung mit hohen Kosten verbunden

\“Die Adaption würde Unsummen verschlingen und ist meistens gar nicht möglich\”, betont der ÖAMTC-Experte. \“Und im Falle eines Giga-Crashs gibt es keine Bergegeräte, mit denen 60 Tonnen schwere Lkw nach einem Unfall rasch geborgen werden können.\”

Außerdem sind an den Autobahnen zu wenige Lkw-Abstellplätze vorhanden. Der Zustellverkehr in der Fläche kann mit Gigalinern überhaupt nicht erfüllt werden.

Dazu kommen noch viele weitere Probleme

Überholvorgänge von Lkw würden viel zu lange dauern. Ein deutsches Gericht hat erst jüngst entschieden, dass ein überholender Lkw maximal 45 Sekunden die Überholspur benutzen darf.

Und in Deutschland wird demnächst eine Vorschrift verabschiedet, die Schwerfahrzeugen bei Glätte und schlechter Sicht – wie Nebel, Regen und Schneefall – nur noch die Benutzung des ersten Fahrstreifens erlaubt.

In der Slowakei gilt bereits seit Jänner ein generelles Überholverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen.
Weniger Verkehrssicherheit

\“Unter all diesen Aspekten wäre die Zulassung von Gigalinern in Österreich ein Anschlag auf die Verkehrssicherheit\”, so der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. \“Die Sicherheit der Menschen muss absoluten Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen haben.\”

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