Mehr als 300 Teilnehmer aus 26 Nationen werden bei dieser Weltmeisterschaft im Sicherheitsfahren ihr Können unter Beweis stellen. Die
Turnierfahrzeuge werden dabei für den Praxis-Parkour von Volvo Trucks zur Verfügung gestellt.
Die UICR (Union Internationale des Chauffeurs Routiers), als Weltverband der Berufschauffeure, vertritt seit mehr als 50 Jahren die Interessen aller Berufskraftfahrer weltweit. Rund 1,4 Millonen Fahrer profitieren heute von der Interessensvertretung durch die UICR. Der Verband setzt sich dabei verstärkt für eine internationale
Ausbildung der Berufsfahrer und für die Sicherheit auf der Straße ein. „Denn speziell im Berufsalltag hat sich für die LKW-Chauffeure vieles verändert und die Anforderungen im Straßenverkehr werden durch die zunehmende Mobilität immer belastender“, erklärt Ludwig A. Büchel, Präsident der UICR. „Die WM der Berufskraftfahrer hat daher den
Zweck“, so Büchel, „ nicht nur den besten Bus-, Lieferwagen- und LKW-Fahrer jeder Fahrzeug-Kategorie zu ermitteln, sie zeichnet sich vielmehr als Ausbildungsbarometer der Fahrer aus und dient somit der Verkehrssicherheit. Denn nur gut ausgebildete Chauffeure, die ihren Job und ihr Fahrzeug wirklich beherrschen, können auch mehr Verkehrsicherheit garantieren.“
Die Bewerbe im Sicherheits- und Geschicklichkeitsfahren sowie die Tests in Ladungssicherung, Fahrzeugkontrolle, Gesetzgebung und Erste Hilfe zeigen dabei in Theorie und Praxis ein klares Bild von den Herausforderungen, die es künftig zu meistern gilt: Reduzierung des so genannten toten Winkel bei Fußgängern und Radfahrern, optimale Ladungssicherung sowie den Umgang mit so genannten Fahrer- Assistenzsystemen, wie z.B. Fahrerwarnsystem (DAS), Elektronisches Bremssystem (EBS), Fahrdynamikregelung (ESP), abstandsgeregelter Tempomat (ACC) oder die Spurkontrolle (LKS/LCS, Spurhalte/-wechselassistent). Das sind übrigens alles Bereiche, in denen Volvo Trucks bereits heute eine wichtige Vorreiterrolle einnimmt. „Das ist Ansporn und Herausforderung zugleich, der wir einmal mehr gerne nachkommen, indem Volvo sämtliche Turnierfahrzeuge zur Verfügung stellt, so Otto C.
Frommelt, Geschäftsführer bei Volvo Austria. Die Flotte umfasst neben 3 Bussen und 10 Trucks, vom Sattelzug über Hängerzug bis zur Solozugmaschine auch noch 2 Eco- Training Fahrzeuge, mit denen bewiesen werden muss, dass die Fahrer auch an die Umwelt denken und den Verbrauch möglichst gering halten können.
„Unser Engagement bei dieser WM ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, der uns aber noch nicht genug ist“, erläutert Otto C. Frommelt seine Zunkunftsvisionen. „Volvo will auch weiterhin maßgeblicher Innovator punkto der Verkehrssicherheit sein. Daher gehen wir vor allem im Cockpit auf Nummer sicher: Und arbeiten mit Nachdruck
nicht nur permanent am Komfortniveau im Fahrerhaus, sondern auch an der Entwicklung eines digitalen Copiloten für den LKW, der in jeder erdenklichen Fahrsituation dem Fahrer hilfreich zur Seite steht. Denn erst die intelligente
Kombination von passiven mit aktiven Systemen macht es uns möglich, den sichersten heutzutage erhältlichen LKW anzubieten“. Daher nehmen auch Volvo Fahrer aus Großbritannien und den Niederlanden an einer groß angelegten EU-Sicherheitsstudie, der EuroFOT (European Field Operational Test) teil. Fünf Kameras in jedem der 30
Volvo Test-Lkw zeichnen dabei ein Jahr lang alles auf, was in und rund um die Fahrzeuge vor sich geht. Dadurch kann erstmals signifikant untersucht werden, wie das Fahrerverhalten in unterschiedlichen Verkehrssituationen durch den Einsatz der Sicherheitssysteme an Bord unterstützt wird. Mittels Analyse der Augenbewegung des Fahrers erfährt man zum Beispiel mehr darüber, was den Fahrer ablenkt und wie das die Sicherheit beeinflussen kann.
Auch erste Tests, wie PKW und LKW künftig miteinander sinnvoll „kommunizieren“ können, sind soeben beim EU-Forschungsprojekt „Safespot“ im Laufen und lassen sich, wie erste Resultate zeigen, ganz hervorragend an. „Apropos: Ich hoffe doch, dass die Österreicher einen „Stockerlplatz“ heimfahren“, gibt sich Otto C. Frommelt
optimistisch. „Und vielleicht holt sich dann ja der eine oder andere interessierte Trucker bei der Volvo Berufskraftfahrerweiterbildung – die wir übrigens sehr erfolgreich seit 2009 anbieten – das notwendige Know-How, um auch einmal bei der UICR WM anzutreten“.
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