Die Karambolage führte zu einem Rennabbruch – und der Lauf wurde hinterher nicht wieder gestartet. Pech für das Allgäuer Team, dass der Abbruch schon in der zweiten Runde stattfand. Denn zu diesem Zeitpunkt lagen die beiden gelben Trucks in der Front. Damit für ein Ergebnis auch Punkte vergeben werden können, müssen allerdings 70 Prozent der angesetzten Renndistanz absolviert sein.
Somit gab es nur ein Championshiprennen zum Saisonstart, in dem Adam Lacko als Sechster und Alexander Lvov als Achter im Plansoll lagen. Mit einem Paukenschlag startete das neue Renault-Team in die Saison. Markus Bösiger konnte das erste Kräftemessen der neu formierten Mannschaft mit dem Rest des Starterfeldes für sich entscheiden.
Die beiden Fahrer der gelben Renntrucks stellten nach dem Wertungslauf übereinstimmend fest, dass sich die Feinarbeit der Mechanikercrew, die seit den MAN-Testtagen in Nogaro noch zahlreiche Detailänderungen vorgenommen hat, ausgezahlt hat. „Wenn wir in dieser Richtung weiter arbeiten, sollte auch der eine oder andere Podiumsplatz herausspringen“ gab Teammanager Roman Seidl als Richtung vor. Wie sich beim Auftakt rasch herausstellte, müssen die Fahrer und ihre Crews noch die optimale Strategie für die neue Gestaltung des Zeittrainings finden. Das zentrale Problem sind die Reifen, die so stark abbauen, dass im ersten Teil des Zeittrainings, bei dem alle Fahrer auf der Strecke sind, eigentlich nur eine schnelle Runde möglich ist, will man sich nicht alle Chancen verbauen. In der zweiten Staffel, der „Superpole“, hat die besten Karten, wer die frischesten Reifen hat. Lacko und Lvov verbesserten sich im Rennen gegenüber dem Zeittraining um zwei Plätze bzw. eine Position.
Unschlagbar war das Allgäuer Team allerdings wieder einmal mit seinen Marketing-Aktionen. Vor der MAN-Powerstation waren ein Dakar-Truck und der dritte Racetruck in gelb aufgebaut, wobei der Rennbolide dem Offroader klar den Rang ablief. Was nicht zuletzt daran lag, dass der MAN von zwei hübschen Grid-Girls „bewacht“ wurde, zu denen sich später zwei Models gesellten, denen ein Airbrusher Rennanzüge auf die Haut gesprüht hatte.
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